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ProbeVergleich

Counterpart vs blablabla: zwei Proben-Apps, zwei Philosophien

21. April 2026 · 2 Min. Lesezeit

Elias Munk
Elias Munk· 14 Jahre Schauspiel

Counterpart: Prepare. Perform. ist ambitioniert. Die App will gleichzeitig Lernkarten-Tool, Analyse-Dashboard, KI-Szenenpartner und browserbasiertes Aufnahmeportal für deine Reader sein, alles in einer App. Gebaut von Alexander Finch, läuft sie auf iPhone, iPad, Mac, Apple Vision und Apple Watch.

blablabla macht bewusst weniger. Es konzentriert sich auf eine Sache, die Szenenprobe, und versucht, diese eine Sache richtig gut zu machen. Wenn du zwischen den beiden schwankst, ist die Frage: Willst du einen Werkzeugkasten oder ein Werkzeug?

Was Counterpart macht

Counterpart bietet drei Reader-Modi für die anderen Rollen. Du kannst sie selbst einsprechen. Du kannst einen Freund per Browser-Link einsprechen lassen (er braucht die App nicht). Oder du nutzt die eingebauten KI-Stimmen.

Neben der Szenenprobe erzeugt die App automatisch Lernkarten aus deinen Drehbüchern und verfolgt dein Üben in einem Analyse-Dashboard. Spracherkennung bringt die Szene voran, wenn du deine Zeilen sprichst.

Wenn du gerne mit Dashboard und Zahlen arbeitest und neben der Szenenarbeit Lernkarten willst, ist der Umfang von Counterpart genau das, was die App verspricht.

Was blablabla macht

blablabla hat keine Lernkarten. Kein Analyse-Dashboard. Kein browserbasiertes Aufnehmen mit Freunden.

Stattdessen gibt es Szenenprobe mit fünf Modi: Hören, Lesen, Üben, Aufführen und Selftape, der Modus mit eingebautem Reader und Teleprompter. Jede Figur bekommt eine eigene Premium-Stimme aus einem Katalog von 90+ Stimmen in über 70 Sprachen. Spracherkennung auf dem Gerät bringt die Szene voran, sobald du deine Zeile beendet hast. Die Probe läuft komplett offline, sobald das Audio zwischengespeichert ist, und blablabla erkennt die Sprache deiner Szene automatisch und stellt die passende Spracherkennung ein.

Die goldene Regel von blablabla: Die App unterbricht den Schauspieler nie. Sie spricht nur die Texte auf der Seite. Kein Coaching, kein Extra-Text. Sie wartet, so lange du brauchst.

Nimm Counterpart, wenn

  • du Lernkarten und Auswertung neben der Szenenprobe willst
  • du drei Reader-Modi in einer App haben willst (selbst, Freund, KI)
  • du auf iPhone, iPad, Mac und Vision probst und volle Plattform-Parität willst
  • dich Auswertung zu deiner Probenarbeit motiviert

Nimm blablabla, wenn

  • du willst, dass die App dir aus dem Weg geht und dich proben lässt
  • du eigene Premium-Stimmen pro Figur willst, keine einheitliche Computerstimme
  • du in anderen Sprachen als Englisch probst
  • du probst, wo das Internet unzuverlässig ist
  • du kein Dashboard zum Nachschauen willst, sondern eine Szene zum Durchlaufen

Der Unterschied in der Philosophie

Counterpart bündelt. blablabla fokussiert. Beides sind legitime Design-Entscheidungen, und welche passt, hängt davon ab, wie sich dein Probe-Tool für dich verhalten soll.

Wenn du unsicher bist, fang mit blablabla an. Zwei Szenen gratis mit Premium-Stimmen, kein Abo nötig. Lauf eine Szene, die du schon kennst. Du spürst in der ersten Minute, ob der fokussierte Ansatz das ist, was du willst, oder ob du lieber den vollen Werkzeugkasten von Counterpart hättest.

Elias Munk

Elias Munk ist dänischer Schauspieler und der Entwickler von blablabla. Vierzehn Jahre im Geschäft. Hat blablabla gebaut, weil das Proben nicht der schwere Teil am Schauspielen sein sollte. Das Spielen schon.

blablabla liest die Texte der anderen Figuren und wartet auf deinen.

Zwei vertonte Szenen gratis. Keine Anmeldung nötig.